Die letzten Tage, waren recht turbulent.
Am Montag den 26.05.2008 haben wir gegen die, in unseren Augen unnötige, Bahnverkürzung durch die Wettfahrtleitung protestiert. Die Verkürzung Aufgrund von Windmangel, der vorallem das in Führung liegende Schiff getroffen hat, war für uns und die weiteren Teilnehmer nicht wirklich verständlich. Die Wettfahrt Ordnung und Regatta Leitung hat für diese Bahnverkürzung keine Handhabe zur Anpassung unseres Schiffhandikaps und daher sind wir und alle anderen schnellen Schiffe immer im Nachteil, da wir den Abstand zu den langsameren Schiffen, welche durch die Handikap Vorgabe mit einigem Abstand vor uns starten, nie einholen können. Leider minderte diese Ereigniss ein wenig unseren Spaß bei dieser Fun Regatta und wir fühlten uns überfahren.
Was das Ganze noch bitterer macht ist die Tatsache, dass wir als einziges schnelles Schiff vom 19. Platz beim Start auf Platz 5 im Ziel vorgefahren sind, ohne Bahnverkürzung wäre ein Platz auf dem Treppchen drinn gewesen.
Hier der Track, der 2. Wettfahrt:

Der gestrige Tag mit 2 Wettfahrten, war recht erfolgreich und wir konnten mit einem 12. und einem 6. Platz, den Gesamttagesplatz 5 einfahren. Wir sind daher von den schnellen Schiffen mit einem Yardstick (Handikap) von unter 90 vorne mit dabei (leider gibt es aber keine Gruppenwertung).
Hier der Track vom ersten Lauf am Dienstag.

Vorallem der zweite Lauf war ein echter Arbeitserfolg, den ich diesmal nicht am Ruder stehend erlebt habe, sondern ich war an den Schoten, dem Spibaum immer mit dabei und wir haben körperlich wirklich hart gearbeitet. Dabei haben wir uns und alle Abläufe optimiert, so dass zum Beispiel selbst die Sitzpositionen auf der Luv-Kante, so passen, dass der mit dem weitesten Weg im Manöver als erster ins Cockpit einsteigt usw. (ein Haufen Berater unter sich eben :-)). Langsam werden wir ein Team und die Manöver laufen perfekt.
Hier ist der Track, des zweiten Laufes:

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Seewetterbericht für Nord- und Ostsee
herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst, Seewetterdienst Hamburg
am 26.05.08, 07.00 GZ
Wetterlage:
Tief 1003 Bretagne, wenig nordwestziehend. Ausläufer 1015
Niederlande, abschwächend, festliegend. Hoch 1033 Faröer, wenig
ändernd. Keil 1025 Mittelschweden, 1020 Nordpolen, etwas
abschwächend, festliegend. Weiterer Keil 1025 westlich von
Irland, wenig ändernd. Tief 1012 Lappland, abschwächend, etwas
ostziehend. Tief 1002 Nordwestspanien, wenig ostziehend.
Gewittertief 1007 Balearen, langsam nordostziehend.
Belte und Sund: Nordost bis Ost um 4, See bis 1 Meter.
Westliche Ostsee: Nordost bis Ost um 5, Westteil strichweise diesig, See bis 1
Meter.
Südliche Ostsee: Nordost bis Ost um 4, Südteil zunehmend 5 bis 6, See bis 1,5
Meter.
Boddengewässer Ost: Östliche Winde um 4, später Nordost um 5, See später 1
Meter.
Der Wetterbericht verspricht wieder einen guten Segeltag was den Wind angeht, allerdings regnet es seit heute Nacht und es ist ungemütlich kalt draussen. Unser Ölzeug wird heute wieder gefordert und wer sich an Deck hinsetzen will, sollte auch die Ölhose anhaben, was Thomas wohl die Wahl zwischen Jeans und Ölzeug abnehmen wird.
Zum Glück geht es heute nicht so früh los, Steuermannsbesprechung ist erst um 9:00 und der Start der ersten Crew um 10:30, wir werden dann so gegen 11:45 Start haben, vielleicht ist das Wetter bis dahin ja etwas netter.
Vom Kurs her, wird es wohl ein Mix aus Raumshots und Halbwind was uns dazu veranlasst die Genoa 2 wieder zu setzen. Sollte mit der Übung von Gestern eine Arbeit von 20 Minuten sein, dass größere Segel wird sich auf den Kursen aber sicherlich lohnen. Problem wird nur das Trocknen der derzeit gesetzten Genoa 3.
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Wie in meinen vorherigen Post schon beschrieben und passend zum Wetterbericht des Deutschen Wetter Dienstes es war ein traumhafter Segeltag mit Sonne, 5-6 Windstärken und bis 1,5 Meter Welle.
Kurz, es war super!
Nach dem Start um 10:24, den wir um ca. 20 Sekunden verpasst haben ging es für 5 Stunden rund um Fehmarn. Ich bin die Strecke vom Start zum Ziel durchgehend am Ruder gestanden und wurde von meinen Mitseglern mit Getränken und Nahrung versorgt, getreu dem Motto “Mann am Rohr geht vor”. Meine Knie und vor allem die Füsse schmerzen jetzt nach der Belastung, vom Stehen bei Lage, aber es heißt ja auch Segelsport.
Der 13 Platz von 21 Schiffen ist für den ersten Tag nicht schlecht, dass Schiff hat Potential und die Wahl der kleinen Genoa hat sich mehr als bewährt, denn trotzdem ich aufgepasst habe sind wir doch einige Male in die Sonne geschossen. Mal sehen wie es morgen wird, da geht es nach Boltenhagen, überwiegend auf Halbwind und Raumshots, da wird wohl wieder die Genoa 2 rann müssen, die 10 Knoten auf der Logge müssen doch zu schaffen sein.
Thomas, hat nun auch die GPS Logs geschickt und hier ist unser Kurs dargestellt:

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Seewetterbericht für Nord- und Ostsee
herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst, Seewetterdienst Hamburg
am 25.05.08, 05.00 GZ
Wetterlage:
Tief 1014 Ostgrönlandsee ostziehend. Hoch 1033 Norwegische See
und Südteil Island wenig ändernd. Keil 1025 Weißes Meer
abschwächend. Weiterer Keil 1025 Südschweden und Südnorwegen
bis Shetland-Inseln wenig ändernd. Tief 1006 Weißrussland wenig
ostverlagernd. Tief 1003 Bretagne wenig ändernd. Ausläufer
Südwestdeutschland 1010 nordschwenkend.
Belte und Sund: Östliche Winde 4 bis 5, See bis 1 Meter.
Westliche Ostsee: Nordost bis Ost 4 bis 5, vorübergehend 5 bis 6, See 1 Meter.
Südliche Ostsee: Nordost 5 bis 6, ostdrehend abnehmend 4 bis 5, See bis 1,5 Meter.
Boddengewässer Ost: Nordost 4 bis 5, etwas abnehmend, See 1 Meter.
Südöstliche Ostsee: Nordost um 5, später etwas abnehmend, See bis 1,5 Meter.
Trotz der recht starken Windvorhersage, hat sich die Regattaleitung entschieden, wie geplant den Schlag rund, um Fehmarn zu fahren. Ich befürchte, dass die Regatta wegen zu starkem Wind abgebrochen wird.
Unsere Startzeit ist um 10:24, sollte der Wind also noch auffrischen wird er uns direkt mit voller Stärke treffen, daher haben wir uns entschieden, trotz des damit verbundenen Aufwands, auf die nächst kleinere Genoa zu wechseln.
Ich freue mich auf einen Starkwindtag, mal sehen ob unsere Crew es durchhält, die trotz meiner Hinweise ihr Standard-Frühstück mit schwerer Wurst, viel Kaffee und O-Saft durchführt. Ich werde mich mal bei einer Tasse Tee und einem Brötchen mit Nutella halten. Davon segelst Du zwar nicht besser, aber der Magen ist bei 2 Meter Welle einfach besser drauf.
Morgen mehr.
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Schon beim Auslaufen, wurde klar, dass unsere Extra Fast sehr rank aber auch sehr schnell ist.
Für den ersten Segeltag waren die Bedingungen etwas hart, so dass wir direkt mit Reff 1 im Groß und ein wenig eingedrehter Genoa gestartet sind.
Bei einer kabeligen See von einem Meter Welle, hatte ich am Ruder richtig Spaß, auch wenn es viel Arbeit ist die Diva auf Kurs zu halten, da Sie sehr sensibel reagiert.
Dem Rest der Crew ging es allerdings nicht ganz so gut und es wurde sich nochmal hingelegt, der Horizont fixiert oder sogar die Fische gefüttert.
Die Fahrt unter Segeln durch den Fehmarn Sund war ein besonderes Highlight.

Daher wurde auf eine weiteres Manöver Training verzichtet und der Zielhafen für den ersten Abend und den offiziellen Start der Regatta angesteuert.
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Seewetterbericht für Nord- und Ostsee
herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst, Seewetterdienst Hamburg
am 24.05.08, 06.00 GZ
Wetterlage:
Hoch 1033 Norwegische See, südwestwandernd, kommende Nacht 1031
südöstlich Island. Keil 1028 Weisses Meer, abschwächend.
Weiterer Keil 1020 Öland, 1015 Brandenburg, wenig ändernd.
Dritter Keil 1020 Forties, westschwenkend. Flaches Tief 1021
Utsira, wenig ändernd. Tief 1005 Ukraine, etwas vertiefend,
wenig nordziehend. Tief 1006 südwestlich von Irland,
auffüllend. Gewittertief 1000 Biskaya, wenig ändernd. Tief 1016
westlich von Jan Mayen, nordostziehend. Hoch 1026 südwestlich
der Azoren, festliegend.
Vorhersagen bis heute Mitternacht:
Belte und Sund: Ost bis Nordost um 3, Südteil später um 4, See bis 1 Meter.
Westliche Ostsee: Nordost bis Ost um 4, etwas zunehmend, See 0,5 bis 1 Meter.
Südliche Ostsee: Nordost um 4, zunehmend 5 bis 6, See bis 1,5 Meter.
Boddengewässer Ost: Nordost 4 bis 5, zunehmend 6, See bis 1,5 Meter.
Na das sind ja gute Aussichten für den ersten Segeltag, da wird es schon Zeit die Sicherheitseinweisung inklusive Einstellung der Rettungswesten auf unser Ölzeug durchzuführen.
Wird wohl ein frischer aber sonniger Tag, hier sieht es aus wie auf der Modenschau mit Männern in Strumpfhosen und dicken Socken
und es riecht nach Sonnencreme.
Jetzt noch schnell die Autos ins Wochenlager und dann geht sie wieder los die wilde Fahrt.
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Die erste Nacht an Bord der X-412 “Extra Fast II” ist vorüber und wir haben bereits den ersten Defekt. Unsere Frischwasser Pumpe streikt. Helge meint es ist der Druckschalter, mal sehen ob unserer Vercharterer dies bestätigt und vorallem schnell reparieren kann. Denn eigentlich wollen wir nach dem Frühstück los.
Kaffee kochen ohne Frischwasser ist ein bissle anstrengend, denn bei unserem Kaffeebedarf heisßt es mit dem Wasserkessel losziehen und das öfters.

Bis auf das kleine technische Problem, macht unser Schiff aber einen recht guten Eindruck, die Segel scheinen noch gut und die technische Ausstattung ist auch OK.
Dieses Jahr sind wir zum ersten Mal mit 8 Seglern unterwegs. Allerdings haben wir, entgegen der Vorjahre, 4 Fuß weniger, was ein bissle Enge aufkommen lässt. Aber einfach kann ja jeder!
Unser Skipper macht schon die Reiseplanung und überträgt die gemalte Karte von Helges Tochter in die Digitale:

Die Sonne scheint bereits um 8 Uhr mit Kraft und es sieht so aus, dass es ein guter Segeltag wird.

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Unsere Vorräte sind verstaut, es war auf dem etwas kleineren Schiff mal wieder eine Herausforderung, aber als Lademeister, habe ich zusammen mit Klaus, nun alles seefest verstaut.
Ich wunder mich immer, wieviel denn nun diesmal wieder übrig bleiben wird und wieviel unnötiges Gewicht wir dadurch mit uns rummschleppen.
Nach dem Verstauen ist es Zeit für ein erstes Anleger Bier im Cockpit und der warme Mai Abend lädt förmlich dazu ein.

Es scheint ein toller Abend zu werden und die Stimmung ist ausgelassen.

Helges Tochter hat uns eine eigene Seekarte gemalt und wir stecken den Trip für den nächsten Tag ab.

Ein toller Sonnenuntergang kündigt einen schönen nächsten Tag an, mal sehen ob es auch so wird.

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Noch einen Tag und dann geht es endlich wieder los!
Bin gerade dabei meine sieben Sachen zusammen zu packen und obwohl mein Segelzeugs eigentlich immer zusammen auf einem Haufen im Keller liegt, ist es doch jedesmal wieder ein suchen. Daher heute die Idee mal meine Packliste in den Blog zu stellen und nach dem Törn mal zu sehen, was ich davon wirklich gebraucht habe.
Ich freue mich riesig darauf mit der alten Kerncrew wieder los zu legen, bin gespannt auf die 2 Neuen und natürlich darauf wie das diesjährige Schiff sich wohl fahren lässt.
Nachdem Thomas uns ja unter ”Wir haben trainiert“ geoutet hat, wollen wir mal sehen ob wir von dem Trip auf der Rostocker auch was umsetzen können. Genug Übungspartner werden wir ja haben, beim diesjährigen Baltic Cup.

Die Spannung steigt, die Vorfreude, nach einer noch stressigen Arbeitswoche, endlich da.
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